
Top Brand – Corporate Health: proFIT im Interview
Betriebliches Gesundheitsmanagement steht bei vielen Unternehmen längst auf der Agenda, doch zwischen Anspruch und gelebter Praxis klafft oft noch eine Lücke. Insbesondere die Frage, wie Angebote so gestaltet werden können, dass sie wirklich genutzt werden, rückt immer stärker in den Fokus. proFIT verfolgt dabei einen Ansatz, der auf Vernetzung, Individualisierung und einfache Zugänglichkeit setzt. Wie das konkret funktioniert, warum viele BGM-Systeme in der Praxis scheitern und welche Rolle Themen wie Nachhaltigkeit dabei spielen, erklärt Wido Wittmann im Interview.
1. Mittlerweile gibt es viele Angebote im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Wie hilft proFIT Unternehmen dabei, dass aus den einzelnen Maßnahmen ein ganzheitliches Konzept wird?
Viele Unternehmen verfügen bereits über einzelne Maßnahmen. Das Problem ist jedoch häufig die fehlende Struktur und geringe Nutzung. Genau hier setzt proFIT an.
Unser Ansatz basiert auf einer ganzheitlichen Lösung, die alle relevanten Handlungsfelder integriert: Bewegung, mentale Gesundheit, Ernährung sowie Coaching & Therapie.
Das proFIT-Portal fungiert dabei als zentrale Plattformlösung, über die Mitarbeitende individuell passende Angebote auswählen können. Dadurch entsteht kein starres Maßnahmenpaket, sondern ein flexibles, bedarfsgerechtes System mit hoher Teilnahmequote.
Unternehmen erhalten so ein strukturiertes, gleichzeitig aber sehr einfach umsetzbares Gesamtkonzept.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die individuelle Ausgestaltungsmöglichkeit: In vielen Projekten wählen wir gemeinsam mit unseren Kunden gezielt weitere regionale Partner aus und schließen diese an das Netzwerk an. Bestehende Strukturen im Unternehmen, wie beispielsweise interne Gesundheitscoaches oder BGM-Verantwortliche, können dabei aktiv eingebunden werden. Sie nutzen später das Netzwerk, um Mitarbeitenden bei konkreten gesundheitlichen Fragestellungen gezielt passende Angebote zu empfehlen.
2. Woran scheitern BGM-Systeme aus Ihrer Sicht am häufigsten?
Die häufigsten Gründe sind geringe Teilnahmequoten und zu hohe Komplexität.
Viele klassische BGM-Maßnahmen sind zwar gut gemeint, erreichen aber nur einen kleinen Teil der Belegschaft. Oft fehlt es an Individualisierung, Flexibilität und Alltagstauglichkeit.
Ein weiterer Faktor ist der organisatorische Aufwand: Wenn Gesundheitsangebote schwer zugänglich oder administrativ aufwendig sind, werden sie im Unternehmen nicht nachhaltig genutzt.
Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement muss deshalb drei Dinge erfüllen:
Einfachheit, Relevanz für die Mitarbeitenden und echte Wahlfreiheit.
3. Bürokratie bremst oft die Umsetzung guter Gesundheitsangebote. Wie schafft proFIT es, dass der Verwaltungsaufwand für Unternehmen so gering wie möglich bleibt?
Wir haben unser System bewusst so entwickelt, dass es für Unternehmen nahezu keinen administrativen Aufwand erzeugt.
Der proFIT-Gesundheitsgutschein wird digital bereitgestellt und kann direkt über bestehende Gehalts- und Benefitstrukturen integriert werden. Abrechnung, Anbieteranbindung und Nutzung erfolgen vollständig über unsere Plattform.
Unternehmen müssen keine Einzelmaßnahmen organisieren, keine Verträge mit Anbietern abschließen und keine komplexen Prozesse steuern.
Das reduziert nicht nur Bürokratie, sondern sorgt auch dafür, dass Gesundheitsförderung langfristig im Unternehmen verankert werden kann.
4. Wofür steht der GRÜN-Ansatz von proFIT?
Der G.R.Ü.N.-Ansatz verbindet betriebliche Gesundheitsförderung mit bewusster Ernährung, ökologischer Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung.
Wir gehen davon aus, dass Gesundheit nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern eng mit Ernährung, Umwelt und Lebensweise verknüpft ist. Dieser ganzheitliche Zusammenhang wird auch im Konzept der „Planetary Health“ beschrieben.
Über G.R.Ü.N. ermöglichen wir Mitarbeitenden den Zugang zu ökologisch erzeugten Lebensmitteln und regionalen Bio-Anbietern. Arbeitgeber erleichtern damit bewusste Ernährung im Alltag und schaffen gleichzeitig zusätzliche Nachfrage bei regionalen Bio-Betrieben.
G.R.Ü.N. greift damit den Gedanken auf, dass Gesundheitsförderung nicht erst im Gesundheitskurs beginnt, sondern auch bei den täglichen Entscheidungen rund um Ernährung und Einkauf.
5. Welche Gesundheitsgutscheine sind aktuell besonders beliebt?
Besonders stark nachgefragt sind Angebote, die sich flexibel in den Alltag integrieren lassen
Dazu gehören z.B.:
- Gesundheitsreisen (kurze Auszeiten mit integrierten Präventionsangeboten, z. B. im Bereich mentale Gesundheit)
- Angebote rund um gesunde, nachhaltige Ernährung
- Bewegungsangebote
- Physiotherapie und Massagen
Gerade der Bereich Ernährung – insbesondere mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln – entwickelt sich aktuell sehr dynamisch. Mitarbeitende haben hier einen direkten Bezug zu ihrem Alltag, und durch entsprechende Arbeitgeberzuschüsse wird beispielsweise der Einkauf beim Biobauern deutlich erschwinglicher.
Der große Vorteil unseres Modells ist, dass Mitarbeitende selbst entscheiden können, was für sie in ihrer aktuellen Lebenssituation relevant ist.
6. Welche Entwicklungen und Trends sehen Sie in den nächsten Jahren für die betriebliche Gesundheitsförderung?
Gesundheitsförderung ist keine Zusatzleistung, sondern ein strategisches Werkzeug zur Mitarbeiterbindung. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Unternehmen suchen heute vor allem flexible, nachhaltige und einfach umsetzbare Lösungen, die ohne großen Verwaltungsaufwand funktionieren – und dennoch Wirkung zeigen.
HR-Verantwortliche erwarten hohe Beteiligungsquoten, positive Rückmeldungen und messbare Effekte, wie zum Beispiel reduzierte Fehlzeiten. Genau auf diese Anforderungen ist proFIT ausgerichtet.